Dr. Sophie L. Teuschl

Psychotherapeutin

„Zeitfrage“

Die Dauer einer Therapie ist individuell abhängig

  • von der Schwere des Problems
  • welche Ziele und Veränderungen Sie erreichen möchten
  • welche Fähigkeiten Sie noch entwickeln und/oder anpassen müssen

Zudem ist neben Ihrer Compliance, also Ihrer Bereitschaft sich auf die Therapie einzulassen, auch ausschlaggebend, dass die Sitzungen regelmäßig stattfinden.

Wie viele Therapiesitzungen Sie benötigen, richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf.

Je länger Sie sich Zeit für Psychotherapie gönnen, desto mehr profitieren Sie davon.


Wie lang bis zum Erfolg?

Ein Therapieprozess verläuft nicht immer gleichmäßig.
Meist geht es gut voran, aber manche Themen brauchen etwas mehr Zeit. Manchmal ändern sich Ziele und Richtungen.


Für die Behandlung von begrenzten oder anlassbezogenen Themen sind durchschnittlich bereits 6 bis 8 Monate Therapie hilfreich.

Warum 6 bis 8 Monate?

  • Sie brauchen eine „Einstiegsphase“ (ca. 1 – 2 Monate).
    Dabei geht es vor allem darum, herauszufinden wie Ihre derzeitige Situation ist, wodurch sie verursacht wurde und wie das Problem gelöst werden kann.
    Ähnlich wie bei einem „Puzzle“, werden zu Beginn alle wichtigen Aspekte zu Ihren Themen („Puzzlestücke“) gesammelt und sortiert. In dieser Zeit werden Sie bereits erste Veränderungen bemerken.

  • Damit befinden Sie sich bereits „mitten“ im Therapieprozess. Weil Sie bereits mit Therapiebeginn laufend Ihre emotionale Selbstwahrnehmung verbessern, werden Sie in der Lage sein sich in den weiteren 4 – 6 Monaten aktiv mit Ihren Themen emotional auseinanderzusetzen.

  • In dieser Zeit geht es auch darum, diese „neuen“ Veränderungen und Erfolge, emotional zu „festigen“. Die emotionale Stabilisierung ist notwendig, damit Sie langfristig vom Therapieerfolg profitieren.

  • Wenn Sie sich länger als 8 Monate Zeit geben, können Sie viel mehr erreichen, weil Sie dadurch mehr Zeit haben, alles was Sie beschäftigt und thematisch relevant ist ausführlich zu besprechen.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass nach ca. 4 Monaten erste Fortschritte erzielt werden, wenn die Sitzungen regelmäßig 1x wöchentlich stattfinden.

Um die Fortschritte auch zu festigen, sind jedoch deutlich mehr Sitzungen notwendig. Die Mehrheit der Patienten bevorzugt für etwa 1.5 bis 3 Jahre in Psychotherapie zu bleiben.


➤  Erfahren Sie mehr über die Terminplanung.


Therapieabschlussphase

Ende der Therapie

Eine Therapie kann als abgeschlossen erachtet werden, sobald

  • kein Leidensdruck mehr besteht
  • Symptome und Beschwerden dauerhaft weniger oder nicht mehr präsent sind
  • Vergangenes nicht mehr belastet & Zukunft nicht mehr beängstigt
  • Sie Ihre Emotionen wieder spüren, verstehen und wissen wie Sie damit umgehen
  • Sie Ihre Therapieziele erreicht haben & mit Ihrem Erfolg zufrieden sind
  • sie wieder seelisch fit & gesund sind
  • Sie nicht mehr gestresst und wieder lebensfroh sind
  • und, wenn es keine therapierelevanten Themen mehr zu besprechen gibt

Was passiert danach?

Ich empfehle Ihnen, Ihre Therapie nicht abrupt abzubrechen, sondern „ausschleichen“ zu lassen und mit einem Abschlussgespräch zu beenden.

Beispiel:
Nach dem gemeinsamen Entschluss zur Beendigung der Therapie, finden, vor dem Abschlussgespräch, noch weitere 2 bis 4 (±) Sitzungen in 14-tägigen bis 4-wöchigen Abständen statt.

Es kann sein, dass Sie kurz oder auch einige Zeit nach dem Therapieabschluss, das Bedürfnis haben etwas Bestimmtes zu besprechen. In diesem Fall können weitere Sitzungen vereinbart werden.